Archive for March 17, 2011
Besuch Besuch
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Nach dem Osten waren ein paar Tage Kingston angesagt. Montag bis Donnerstag hieß es für mich wieder wackeln gehen, wobei die beiden Urlauber am Mittwoch schon wieder auf Achse in die schöne Hauptstadt Ottawa waren.
Freitag hatte ich wieder Zeit, um mit ins Auto zu hüpfen und gleich wieder in die USA zu flitzen. An der Südküste des Lake Ontarios gins rundrum bis nach Toronto. Gleich hinter Kingston gab es schon die erste Attraktion, die 1000 Islands Region. Das sind lauter kleine Inselchen im St. Lawrence River, die wunderschön aussehen und oftmals nur für ein Häuschen Platz bieten. Über eine Brücke gings über den Fluss direkt auf USA Territorium. Die Grenzbeamten waren diesmal wirklich nett, nicht mal aus dem Auto aussteigen sollten wir (was ich bisher immer musste..).
Auf US-Seite haben wir gleich die ersten Leuchttürme gesichtet und einen Picknickplatz gesucht. Frisch versorgt mit Flüssigbrot vom Duty-Free Laden hat das natürlich gleich doppelt gut geschmeckt
Noch ein Stückchen weiter an der Küste fanden wir auch einen Statepark, der gut zum Zelten geeignet war. Campingplätze sind leider um diese Jahreszeit noch geschlossen.
Am nächsten Morgen gabe es gleich einen kleinen Spatziergang durch den Park bis ans Wasser, bzw. auf die Klippen, unter denen die mit Eisbrocken gespickte See ihre Wellen immer wieder gegen den Eispanzer der Klippen klatschen ließ.
Dieses Szenario hätte nur noch von strahlendem Sonnenschein getoppt werden können. Der Guten-Morgen-Trunk hat schließlich den wärmenden Part übernommen und so gings durch von Pfützen überflutete Waldwege und Jagdgebiet (laut Beschilderung) zurück zum Auto.
Ab nach Syracuse, Essensvorräte auffüllen und weiter nach Rochester. Dort wurden wir ganz schön überrascht. Ähnlich den Niagara Fällen rauscht dort mitten in der Ortschaft das Wasser eine klippe hinunter. Von Schmelzwasser gut gefüllt und etwas bräunlich gefärbt, hat sich der Stopp doch tatsächlich gelohnt.
Im dunkeln noch ein paar Meilen weiter und schwups, da Stand es auch schon ganz groß am Schild: Niagara Falls. Beste Bedingungen, Schneeregen und dunkelheit. Dennoch war das Spektakel phänomenal. farbig beleuchtet und teilweise von Eisbrocken verdeckt sind die Wassermassen in die Tiefe gestürzt.
Da es regnete, haben wir uns mit dem Auto auf kanadischer Seite auf einen Parkplatz mit Blick auf die Fälle gestellt und dort ein Ründchen Mau Mau gespielt. So richtig wie faule Touristen gings nur zum Fotoschießen und gucken ans Wasser, um dann patschenass im Auto von der warmen Heizung wieder trockengepustet zu werden.
Am Sonntag kamen wir beim Haus am Eriesee (ne alte Kamelle) vorbei und quer durch Buffalo gings zurück an die Niagara Fälle. Diesmal auf US-Seite und mit etwas aktiver. Der Regen war weg und die Eisenreichs warn da
– So sind wir auf die Three Sisters Islands getrabt, haben mal die Finger in den Oberlauf der Fälle gehalten und den Möven beim Fischen zugesehen.
Über die Rainbowbridge ging wieder nach Kanada, nochmal fix bei Tag die Fälle genießen. Nun aber weiter nach Toronto, schließlich geht am Abend bereits der Flieger nach Hause. Mitten im Zentrum am Fuße des CN-Towers begann dann eine kleine Tour duch Downtown. Mit einem Hotdog in der Hand und einem Gerstensaft in der Tasche haben wir auch den Großstadtdschungel gemeistert, um am Flughafen Abschied zu nehmen.