Cottage Weekend

March 24, 2011 at 06:22 Leave a comment

Mein leider letztes Wochenende in Kingston ist verlebt. An dem war ich wieder mit dem Outdoorclub unterwegs, und zwar auf einem Ausflug aufs Land. Genauer gesagt an den St. Peters Lake, 200 km nördlich von Kingston, nahe dem Algonquin Park. Diesmal sollte ich nicht nur mit dabei sein, sondern als Fahrer auch teilweise mit verantwortlich für das Gelingen sein.

Freitag nach der Arbeit ging es dementsprechend mit Automieten los. 21 Leute, zwei Autos und zwei Minivans sind dann vom Treffpunkt aus losgebraust. Mit einem Gruppenratespielchen, Bier und Blödelei, ging der Erste Abend seinen Gang.

Samstag dann, nach einem ausgiebigem Frühstück gings in die Spur, auf eine Wanderung im Schnee. durch teilweise tragenden und teilweise Knietiefen Schnee gings bei schönstem Sonnenschein einen Berg rauf. Oben angekommen konnte man im T-Shirt in der Sonne baden, ohne das einem Kalt wurden. Nicht ein Wölkchen oder Windchen hat Schatten herbeigeweht.

Abgestiegen wurde querfeldein, geradewegs auf ein Sumpfgebiet zu. Nachts hat es genügend gefroren, um eine schön dicke Eisschicht zu bilden. Anfangs etwas zaghaft, ist nach und nach die ganze Gruppe aufs Eis gekommen und wie man es von Studenten nicht anders gewöhnt ist, wird gleich aller möglicher Blödsinn gemacht. Ok, einfach nur das Eis probieren zum brechen zu bringen wäre ja zu einfach, also haben wir Fangen gespielt.  Freeze Tag (Steh Bock Lauf Bock) und Chain Tag (Kettenfangen) waren angesagt. Die Spiele an sich sind simpel, schwierig ist es, auf eisiger Oberfläche zu rennen. Neben großem Spaß war es somit auch groß anstrengend. Speziell für mich war es das, denn bei Freeze Tag war ich fangenderweise die ganze Zeit am rennen und dann bei Chain Tag blieb ich als letzter ungefangen übrig. Entsprechend war ich nur am rennen und da kam dann mein Wegbier als Erfrischung gerade richtig.

Ausgepowert und mit leerem Magen gings zurück zum Mittagessen. Spaghetti Bolognese, zubereitet auf Italienische Art (von einem Italienischen Austauschstudenten) wurde serviert und danach gings wieder aufs Eis. Diesmal auf den großen See direkt vor der Hütte. Am Rand war eine Schicht Wasser, doch wenn man die überwunden hatte, konnte man auf dem Eis laufen. Wie dick das Eis darunter wirklich ist, war nicht so einfach auszumachen. Doch das sollten wir bald herausfinden, den mit einem Eisbohrer, einer Schneeschaufel und zwei Äxten bewaffnet bin ich zusammen mit Nick (einem anderen Outdoor-Menschen) auf den See. Unsere Mission war klar: Loch bohren und reinhüpfen. Abwechselnd haben wir also den Umriss eines Löchchens gebohrt und mit den Äxten überstehende Stücken beseitigt, bis man schließlich das dunkle kalte Wasser sah. Nachdem wir den Kollos an Eis rausgehoben hatten, sahen wir auch, das sich noch ca. 40 cm Eis auf dem See befanden und es noch sehr sicher war. Nur noch ein paar Ausstieghilfen anbringen (verankertes Seil und Ruder zum Abstützen) um auch wieder aus dem Loch flüchten zu können.

Da war er dann, der Moment, in dem einen das Kühle Nass entgegengrinst. Zum Glück hat die Sonne schön geschienen, sonst hätte ich es mir wohl anders überlegt. Zuerst ist Nick rein, und sofort wieder raus und danach ich. Verdammt kalt! Das Wasser entzieht einem sehr schnell die Wärme. Meine Füße haben sofort gefroren und der Kopf auch. Die Augen wollte ich zwar aufmachen, aber irgendwie wollte mein Körper nicht so recht. Ich glaube nicht mal eine halbe Minute habe ich darin gebadet. Schnell abtrocknen und klamotten wieder anziehen.

Auf diese Kälte gab es gleich frisch gebackene Brownies (seheher schokolokoladig) und ein wärmendes ‘Erfrischungsgetränk’ ;-) . Auch die Sonne hat stark mitgespielt und mich wieder schön warm gemacht. Den restlichen Nachmittag war dann nur Steg sitzen und Sonnenuntergang beobachten dran.

Vollmond war diese Nacht vorhergesagt. Bei einem Lagerfeuer unter sternenklaren Himmel gabs bei frostigen Temperaturen Marshmallows. Mit einem Teleskop bewaffnet und freier Sicht hatten wir auch einen guten Mond im Visier. Das erhoffte Geheul von Wehrwölfen (oder auch normalen Wölfen) blieb leider aus. Dafür hat man bei den eigenen Heulversuchen ein sehr langes Echo gehört. Gespenstig.

Am Sonntagmorgen hieß es auch schon wieder Heimreise antreten, Am Nachmittag gings mit dem Kanu auf dem Lake Ontario.

This slideshow requires JavaScript.

Advertisement

Entry filed under: Canada. Tags: .

Besuch Besuch Canoeing on Lake Ontario

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Connecting to %s

Trackback this post  |  Subscribe to the comments via RSS Feed


Calendar

March 2011
M T W T F S S
« Jan   Apr »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Most Recent Posts


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.